.. Römertag Rheinhessen

Veranstaltungen aus 2013: Klicken Sie auf die Orte in der Karte:

Unser Flyer 2013 mit allen Veranstaltungen (PDF).

 

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Bodenheim

 

Datum der Veranstaltung: 27./28.4.2013 und darüber hinaus!

 

Datum der Veranstaltung: 27.4.2013 und darüber hinaus!

 


 

Wasser ist Leben

 

Mit dieser Sonderausstellung gibt das Bodenheimer Heimatmuseum im Rahmen des VI. rheinhessischen Römertages einen Überblick über die Wasserversorgung von der Römerzeit bis in die heutige Zeit.

Die Versorgung der menschlichen Siedlungen mit Wasser ist eine Ingenieurleistung, die bereits den frühen Kulturen vor ca. 6000 Jahren einen gehobenen Lebensstandard ermöglichte. Fußend auf diesen Erkenntnissen entwickelten die Römer eine Wasserversorgung, die in vielen Bereichen der heutigen nicht nachsteht. Beispielgebend hierfür sind u.a. die Reste des Mainzer Aquädukts und der röm. Wasserleitung nach Köln. Mit dem Ende der unumschränkten Herrschaft der Römer zu Beginn des 5.Jh. nach Chr. überdauerte die Wasserbautechnik in einigen Regionen eine Zeit lang. Zum größten Teil aber ging das Verständnis zum Erhalt und der Nutzung der Anlagen verloren. Die Bevölkerung beschränkte sich auf einfache Verfahren der Wasserversorgung wie z.B. die Nutzung von Oberflächenwasser (Flüsse, Bäche, Seen und Quellen) oder die Nutzung des Grundwassers durch den Bau von

einfachen Brunnen. Erst nach der Festigung der fränkischen Herrschaft im 6. und 7. Jh. trat eine Verbesserung der allgemeinen Wasserversorgung sowie das Wiederaufleben alter Techniken ein. Die Versorgung der Kaiserpfalz zu Ingelheim im letzten Viertel des achten Jahrhunderts ist hierfür ein sichtbares Beispiel. Vor allem waren es die überall im Lande gegründeten Klöster, die eine Vorreiterrolle bei der Weiterentwicklung des Ausbaus und der Nutzung der Wasserversorgung übernahmen. Die Gründung und das Aufblühen vieler mittelalterlicher Städte ab dem 13. Jh. machte es erforderlich mehr Brunnen und Zisternen innerhalb der Stadtmauern zu errichten. In Oppenheim, das in der Stauferzeit (1225) die Stadtrechte erhielt, ist heute noch an vielen Stellen der Altstadt das mittelalterliche Wasserversorgungssystem zu sehen. Bergmännische Kenntnisse und Erfahrungen ermöglichten es, immer mehr Städte aber auch Burgen mit Wasser von außerhalb der Anlagen zu versorgen. Dies wurde u.a. möglich durch den Bau von Stollen sowie durch die Nutzung von Wasserleitungen aus Stein-, Ton-, Holz-, Blei- und Eisenrohre. Mechanische Hilfsmittel wie z.B. Schöpfräder, Schöpfwerke, Archimedische Schrauben, Pumpen, Pumpwerke und später Dampfmaschinen  unterstützten die Wassergewinnung und den Wasserfluss. Bis auf wenige Ausnahmen gab es keine Hausanschlüsse. Die Bevölkerung bediente sich an Trinkwasserbrunnen. Das Vieh wurde aus Tränken versorgt. Dieser Zustand der Wasserversorgung war bis auf die eine oder andere kleine Verbesserung bis ins 19. Jh. Standard. Im rheinhessischen Hügelland versiegten im 19. Jh. viele Quellen. Deshalb gab es in manchen Gemeinden bei der Wasserversorgung chaotische Zustände. Dieser permanente Wassermangel wurde dramatisch. Sehr oft musste das kostbare Nass mit Ochsen- oder Pferdefuhrwerken aus den Nachbachgemeinden oder vom Rhein  herangeschafft  werden. Bessergestellt waren die Gemeinden im Rheintal, die dank des ausreichenden Grundwassers keine Probleme bei der Wassergewinnung hatten. Um die Not zu lindern wurde u.a. die Wasserversorgung des Bodenheimer Gebietes durch die Gründung des Wasserversorgungsverbandes 1904 beschlossen. Dem Verband mit etwa 10000 Einwohnern gehörten die Gemeinden Bodenheim, Laubenheim, Nackenheim, Gau Bischofsheim, Harxheim, Lörzweiler, Mommenheim und Ebersheim an. Zwischen 1902 und 1907 wurde ein fast flächendeckendes Wasserversorgungsnetz in Rheinhessen aufgebaut, das sich in fünf Wasserversorgungsgruppen gliederte:

Gruppe I:      Nahe- und Appelbachgebiet

Gruppe II:    Bodenheimer Gebiet

Gruppe III:   Seebach Gebiet

Gruppe IV:   Selz-Wiesbach Gebiet

Gruppe V:    Rhein-Selz Gebiet

Heute hat die Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH, die auf ein über 100 jähriges Bestehen zurückblicken kann, die Aufgabe der Wasserversorgung in unserer Region übernommen.

 

Dank der Unterstützung der Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH, des Deutschen Pumpenmuseums Bodenheim, des Landesmuseums Mainz, der Landesarchäologie Außenstelle Mainz, des Ziegelmuseums Bretzenheim, der Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim sowie von Herrn Dipl. Ing. Werner Lamberth kann das Heimatmuseum die Ausstellung „Wasser ist Leben“ mit vielen interessanten Bildern, Schautafeln, Exponaten und Modellen gestalten und aufbauen.

Die Ausstellungseröffnung findet am 27. April 2013 um 19.00 Uhr im Heimatmuseum des Bürgerhauses Dolles in Bodenheim statt.

 

Weitere Öffnungszeiten:

 

28. April 2013 von 10.00 bis 18.00 Uhr aus Anlass des VI. rheinhessischen Römertages,  sonntags O5.- 12.- 19. und 26. Mai 2O13 von 14.00 bis 17.00 Uhr, ansonsten am  ersten Sonntag des Monats von 14.00-17.00 Uhr bzw. nach Terminabsprache.  Die Ausstellung endet am 06. Oktober 2013.

 

Ansprechpartner:  Manfred Glaszner 06138 - 6344

Peter Darmstadt   06135 - 4702